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Sterbehilfe
 

Gleich wie bei jedem außergewöhnlichen Todesfall habe die Staatsanwaltschaft zu prüfen, ob die geltenden Grundsätze eingehalten würden: Jeder hat das Recht, Suizid zu begehen, und es ist in der Schweiz erlaubt, einem Sterbewilligen beim Freitod zu helfen, wenn dies nicht aus selbstsüchtigen Motiven geschieht. (APA/sda)

Unter dem Begriff „Sterbehilfe“ werden heute im juristischen Sprachgebrauch die direkte aktive und die indirekte aktive Sterbehilfe, die passive Sterbehilfe und die Beihilfe zum Selbstmord zusammengefasst:

- Direkte aktive Sterbehilfe ist die gezielte Tötung zur Verkürzung der Leiden eines anderen Menschen. Sie ist heute nach Art. 111 (vorsätzliche Tötung), Art. 114 (Tötung auf Verlangen) oder Art. 113 (Totschlag) des Strafgesetzbuches strafbar.
- Indirekte aktive Sterbehilfe liegt dann vor, wenn zur Linderung von Leiden Mittel eingesetzt werden, die als Nebenwirkung die Überlebensdauer herabsetzen können. Diese Art von Sterbehilfe ist im Strafgesetz nicht ausdrücklich geregelt, gilt aber mit gewissen Einschränkungen als zulässig. Bei der indirekten aktiven Sterbehilfe ist die der Handlung zu Grunde liegende Absicht entscheidend. Das Ziel des Handelns liegt in der Linderung des unerträglichen Leidens und nicht in der Beendigung des Lebens, auch wenn der Sterbevorgang dadurch beschleunigt werden kann.
- Passive Sterbehilfe liegt dann vor, wenn auf lebenserhaltende Massnahmen verzichtet wird. Auch diese zumeist von Ärzten geleistete Form der Sterbehilfe bildet kein strafbares Verhalten. Erfolgt der Behandlungsverzicht auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten, ist eine Strafbarkeit des Arztes für dieses Verhalten schon deshalb ausgeschlossen, weil jede ärztliche Massnahme der ausdrücklichen oder mutmasslichen Einwilligung des Patienten bedarf. Fehlt diese oder wurde sie ausdrücklich verweigert, ist der ärztliche Eingriff als eigenmächtig und damit als rechtswidrig zu qualifizieren. Liegt kein ausdrücklicher oder mutmasslicher Verzicht des Patienten auf die Behandlung vor, etwa bei Neugeborenen oder bei Patienten, die das Bewusstsein sicher nie mehr erlangen werden, erlauben die Richtlinien der Schweizerischen Akademie für Medizinische Wissenschaften (SAMW) einen einseitigen Abbruch oder Verzicht auf die Behandlung. Diese Situation ist jedoch nicht leichthin anzunehmen.
- Beihilfe zum Selbstmord bleibt gemäss Art. 115 des Strafgesetzbuches straflos, wenn sie nicht aus selbstsüchtigen Beweggründen erfolgt. Wer also aus uneigennützigen Motiven heraus jemandem eine tödliche Substanz zwecks Selbsttötung zur Verfügung stellt, bleibt straffrei. Nach den SAMW-Richtlinien über die Sterbehilfe ist jedoch die Beihilfe zum Suizid „kein Teil der ärztlichen Tätigkeit“.   (Quelle: Stadt Winterthur)
Anmerkung: Der Mensch der sich selbst tötet, muss den Akt selbst machen. Das heisst, er muss den Giftbecher selbstständig  trinken, die Injektion selbst setzen, die Plastiktüte selbst über den Kopf streifen, usw. usw.
Der Helfer darf alle Hilfsmittel besorgen und bereitstellen, Anleitung geben und dabei sein, resp. überwachen.
Wer es filmen kann ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Es wird auch dringend empfohlen, dass der Sterbewillige eine Freitoderklärung schreibt 
(Muster zum ausdrucken)
Auch ein Hilfeverbot-Hinweis und eine Patientenverfügung ist empfehlenswert.
 
  Das Recht auf Selbstbestimmung, welches beinhaltet, den einzelnen Menschen als autonomes Individuum zu respektieren, seine Entscheide, die auf persönlichen Wertvorstellungen und auf dem jeweils individuellen Wissen beruhen, anzuerkennen. Die Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts dieser Personen im Sinne eines Verbots der
Beiziehung von Sterbehilfeorganisationen wäre rechtlich fraglich. (Quelle: Stadt Winterthur)
   

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